Geothementour - Durch Kylltal, Schneifel und Schönecker Schweiz

 
Wandern ohne Gepäck - Über Gebirgswiesen, durch großzügige Waldgebiete, entlang kleiner Bachtäler und vorbei an erloschenen Vulkanen führt diese Geo-Thementour den Wanderer zu den geologischen Besonderheiten des Naturparks Hohes Venn - Eifel.

Die Vier-Tages-Tour wird ganzjährig angeboten, ausgesuchte Beherbergungsbetriebe sorgen für den Gepäcktransport.
Auf unserer Wanderung lernen wir Landschaften kennen, wie sie für die Eifel nicht typischer sein könnten. Einerseits die Höhen der Schneifel mit ihrem kühlen, niederschlagsreichen Klima, andererseits die lieblichen Täler der Kyll und Prüm. Entsprechend vielfältig ist auch die Pflanzen- und Tierwelt: Am Vennrand magere Bergwiesen mit Arnika und Bärwurz, wo das Birkhuhn heimisch ist. Mischhecken und Gehölzgruppen bieten Vogelarten wie der Goldammer eine Singwarte, dem Neuntöter Jagdansitz und Niststelle. Wühler, Bilche, Mäuse und Spitzmäuse stellen die Nahrungs-grundlage von Bussard, Gabelweihe, Hermelin oder Mauswiesel. Mit etwas Glück lassen sich Eisvogel und Graureiher an den Bachläufen sehen.

Der Ruf des Schwarzspechtes durchdringt die Laub- und Fichtenwälder, einheimische Orchideen und seltene Falter schmücken die weitgehend unberührte Natur im Tal der Nims. Als wenn dies alles für ein unvergessliches Wandererlebnis nicht genug wäre - im Schwerpunkt unserer Vier-Tages-Tour stehen geologische Besonderheiten, die zum Teil weltweit einmalig sind.

Start und Ziel unserer Reise durch die Erdgeschichte ist die Gemeinde Steffeln, die sich in einem ehemaligen Maarkessel befindet. In unmittelbarer Nähe stoßen wir auf die Trockenmaare, das Laacher Maar, das Aueler Maar, das kleine Maar im Eichholz, sowie das Meerscheider Maar. Einen besonders interessanten Aufschluss entdecken wir in der Nähe der Pfarrkirche, die auf einem Tuffring der Maar-Eruptio-nen erbaut wurde. Den Vulkangarten Steffelnkopf heben wir uns bis zum Ende der Tour auf.

Unser erster Wandertag führt uns durch den Steffelner Wald über den ca. andern 600 m hohen Aussichtspunkt Steinbüchel nach Stadtkyll. Von dort aus folgen wir der Kyll, die wir beim Hof „Hammerhütte“ überqueren. Der Hofname erinnert an die Eisenindustrie im Oberen Kylltal, die zu ihrer Blütezeit rund 10 % des in Europa benötigten Eisens lieferte; das sehenswerte Eisenmuseum in Jünkerath widmet sich diesem Thema.

Kurz später treffen wir auf das ehemalige Kalkwerk Brandenburg. Der Abbau von mitteldevonischem Kalk- und Dolomitgestein und ihre Verarbeitung zu Branntkalk hat in dieser Gegend schon sehr früh eine bedeutende Rolle gespielt. Der Wanderweg führt uns weiter nach Kronenburg, wo wir übernachten werden.

Unser erstes Geo-Ziel am zweiten Tag der Tour ist der Vulkan Goldberg, der seinen Namen den dort vorkommenden goldgelben Biotitmineralien verdankt. Seine Entstehungsgeschichte geht auf zwei Ausbruchsphasen in der Quartärzeit zurück. Das Tuffgestein des Vulkankegels wurde zunächst durch natürliche Erosion und später zunehmend durch den Menschen abgetragen.

Unser Weg führt uns weiter nach Ormont und von da aus aufwärts „Zum Schwarzen Mann“, einem beliebten Wintersportzentrum und mit fast 700 m ü.N.N. höchsten Erhebung der Schneifel. Weiter geht es über Buchet nach Bleialf, unserem heutigen Etappenziel. Bei gutem Wetter haben wir von unserem Weg eine schöne Aussicht bis weit nach Belgien hinein.

Bleialf verdankt seinen Namen dem Bleibergbau, der auf die Römerzeit zurück geht und seine Blüte Ausgang des 19. Jahrhunderts hatte. Zeuge aus dieser Zeit ist die Grube Neue Hoffnung mit einem Besucherstollen.

Am nächsten Tag besuchen wir die Abteistadt Prüm, interessieren uns für die Versteinerungen im geologischen Pavillon am Kurpark und bestaunen die Fossiliensammlung in der Informationsstätte „Mensch und Natur“. Über Rommersheim gelangen wir zur Schönecker Schweiz.

Geologisch weltweite Bedeutung hat das Gebiet Schönecken-Wetteldorf, wo dank lückenloser Gesteinsschichtfolgen vom Unter- bis Mitteldevon ausgezeichnete Forschungsmöglichkeiten bestehen.Unsere letzte Etappe führt zu den Trockenmaaren bei Duppach, zur Mineralquelle im Eichholz, zum Eichholzmaar und damit zurück zum Ausgangspunkt unserer Wandertour: Steffeln mit dem Schichtvulkan Steffelnkopf und dem Vulkangarten (siehe Info auf Seite 3).
 
Fast 100 km sind bewältigt, lebendige Eindrücke bleiben: Von Pflanzen und Tieren, vom Heute und Gestern, vom Woher und vom Wohin. Leistungen:
4 x Übernachtungen im Doppelzimmer (DU/WC)
4 x Frühstück4 x Gepäcktransport
1 Wanderkarte je Buchung
1 Wegbeschreibung
 
Information und Buchung
Tourist-Information Prümer Land
Hahnplatz 1
54595 Prüm
Tel.: 06551-505
Fax: 06551-7640
eMail: ti@pruem.de


Touristinformation Oberes Kylltal
Burgberg 2254589 Stadtkyll
Tel.: 06597-2878Fax: 06597-4871
eMail: touristinfo.obereskylltal@t-online.de
www.obereskylltal.de
 
 
 

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::: 01.05.2009 :::

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