DER LIESERPFAD - Maare, Magma, Sprudelquellen

 
Entlang ungezählter Sauerbrunnen über längst erkaltete Lavaströme schreiten. Burgenromantik in Manderscheid. Glockengiessen in Brockscheid. Der Lieserpfad kommt als anspruchsvoller Steig daher.
Maare, Magma, Sprudelquellen
Als die Erdkruste über der Eifel schwach wurde, da brach es aus großer Tiefe mit Macht hervor. Gasblasen, der Odem des glühendheissen Erdinneren, stiegen auf. Mal erbrach sich die Höllenfracht, spiefeurige Asche, Magmaströme und Gestein. Mal sprengte sie kreisrunde Löcher in die Eifelerde. Die Eifel zählt heute etwa 80 solcher kreisrunder Löcher, auch Maare genannt. Acht von Ihnen sind noch mit Wasser gefüllt.

Wenngleich die glühende Vergangenheit mancherorts erst 10.000 Jahre alt ist, 300 Menschengenerationen sind eine lange Zeit.Still ruhen die blauen Augen der Eifel, die Maare.

Sie lassen sich am besten zu Fuß umrunden. Gemächlich über längst erkaltete Lavaströme schreiten, durch die Kraterwände erloschener Vulkane aufsteigen. Wären da nicht die ungezählten Sauerbrunnen und kaum wahrnehmbaren Mofetten, die die allmählich erkaltenden, unterirdischen Magmakammern entgasen, man könnte dem Liebreiz der Wanderlandschaft ahnungslos verfallen.
 
Die Lieser - alpin und weltentrückt
Das kleine Eifelflüsschen entspringt bei Beinhausen und mündet bei Lieser in die Mosel. Was den römischen Geschichtsschreiber Ausonius 370 nach Christus veranlasste, sich die 46 km lange Wasserader zu merken, ist nicht bekannt. Naturverbundenen Wanderern im Hier und Heute nötigt der Lieserpfad, als munterer Begleiter von Daun über Manderscheid an die Mosel, jedoch allerhöchsten Respekt ab.

Die letzten 26 km von Manderscheid hinunter ins Moseltal zählen sogar zum Erstaunlichsten, was die Wanderwelt der Eifel-Ardennen bereithält. Stundenlang wandert der beeindruckte Naturfreund, weitab von jeglicher Siedlung durch ein einsames Flusstal.

Fasziniert quert man mehrfach über Holzbrücken die Lieser, meistert steile Felsenpfade, die an alpine Vorlagen erinnern, folgt Kehre um Kehre und fühlt sich zwangsläufig für Stunden in eine Wildnis versetzt. Der Lieserpfad vermittelt grandiose Ausblicke auf die Waldberge, um die herum sich die Lieser ihren Weg zur Mosel bahnt. Höhepunkte sind die Abschnitte um den Ilgenbach, den Atzelgraben und die Schladter Schweiz. Die felsigen Steige rechtfertigen es nämlich, diesem Teil des Lieserpfades den Beinamen alpin zu geben
 
Vulkane rauchen auf Knopfdruck
Weil selbst erdgeschichtlich aktuelle Vorgänge wie der Vulkanismus für den Laien sprichwörtlich unvorstellbar bleiben, leisten das Eifel-Vulkanmuseum in Daun sowie das Maarmuseum Manderscheid aufregende Anschauungshilfe.

Dank Hightech-Computersimulationen schmauchen die Vulkane wieder, Maare öffnen sich, Lavaströme wälzen sich zischend und fauchend auf den Besucher zu.
 
Die Manderscheider Burgen
Kaum vorstellbar, dass sich hier zwei spinnefeind gesinnte Mächte der Eifelgeschichte örtliche Burgenkonkurrenz machten. Für die Wanderwelt ist es heute eine Bereicherung.

Manderscheid, wie Daun dank der reinen Eifelluft und des mineralischen Wassers beliebte Heilklimatische Kurorte und Kneippkurorte, bilden den Einstieg in das wildromantische Liesertal.
 
Fest gemauert in der Erden
Glühend heiß geht es auch im kleinen Brockscheid zu.

Dort kann man nämlich einem höchst seltenen Spektakel, dem Guss einer Glocke, beiwohnen. Seit fünf Generationen schlägt der Meister mit gekonnten Schlägen den Zapfen des Flammofens auf und lässt die 1.100 Grad heisse Glockenspeise ihren Weg zu der fest gefügten und in die Erde eingebrachten Lehmform einer neuen Glocke nehmen.

Die Brockscheider Glocken läuten weltweit in Domen und Kirchen zum Gebet.

So wie die Mineralwässer der Eifel als erfrischendes und vor allen Dingen gesundes Getränk weltweite Verbreitung finden.
 

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::: 01.05.2009 :::

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